Was ist Prompting und wie startest du?
Prompting ist die Eingabe in ein KI-Webinterface, mit der ich der KI die Aufgabe beschreibe. Je genauer ich Anweisungen gebe, desto besser wird das Ergebnis. Gerade bei Marketing-Aufgaben ist es wichtig, den Kontext sauber zu formulieren, damit die Inhalte wirklich passen. In meiner Arbeit als Dozent helfe ich Teilnehmern genau dabei, diesen Kontext zu schärfen und mit Prompting zu starten. Auf meinem Blog nutze ich selbst immer wieder unterschiedliche Prompts, vor allem dann, wenn ich eine Schreibblockade habe. Eine gute Prompt-Sammlung spart am Ende viele Stunden Arbeit.
Prompting lernen – Die Basis
Ich habe Prompting gelernt, indem ich es täglich geübt habe. Beginne mit klaren Formulierungen für deine Aufgaben, dann werden die Ergebnisse schnell besser. Formuliere präzise, weise der KI eine Rolle zu, beschreibe die Zielgruppe und bestimme das Format der Ausgabe. Probiere das direkt aus und vergleiche die Ergebnisse. Ein ähnliches Vorgehen habe ich bei si-lasergravur.de genutzt, um die Seitenstruktur für den Launch sauber aufzubauen.
- Präzise formulieren: Statt „Schreibe etwas über Social Media“ → „Erstelle einen LinkedIn-Post mit 3 Tipps für B2B-Marketing.“
- Rolle zuweisen: „Du bist erfahrener Copywriter für E-Commerce.“
- Zielgruppe definieren: „Zielgruppe: Frauen 25–35, nachhaltige Lifestyle-Produkte.“
- Format bestimmen: „Erstelle eine nummerierte Liste mit 5 Schritten.“
Was macht einen guten Prompt aus?
Ein guter Prompt enthält Kontext und klare Vorgaben. Er hilft mir, nutzbare Marketingtexte zu erzeugen, statt nur vage KI-Antworten zu bekommen. Ich baue solche Prompts schrittweise auf, indem ich Ziel, Zielgruppe und Format sauber festlege. So entsteht Content, der besser zur Aufgabe passt und leichter weiterverarbeitet werden kann. Es gibt auch Tools wie Prompt-Verbesserer, die helfen können, einen Prompt noch klarer zu machen.
Prompting im Marketing-Alltag
Ich setze Prompting für Posts, E-Mails und Ads ein. Das hält meinen Content konsistent und spart mir im Alltag viel Zeit. Gerade als Selbstständiger merke ich, wie hilfreich das ist, wenn Inhalte schnell raus müssen. Auf meinem Blog nutze ich solche Prompts auch dann, wenn ich eine Schreibblockade habe. So komme ich schneller wieder in den Schreibfluss und bekomme Texte, die direkt weiterhelfen.
Beispiele nach Kanal
Ich passe Prompts an den jeweiligen Kanal an, weil jede Plattform anders funktioniert. Für kleine Unternehmen ist das oft der schnellste Weg zu besseren Ergebnissen. Auf Instagram geht es eher um einen klaren Einstieg, ein paar konkrete Punkte und einen kurzen Call-to-Action. Auf LinkedIn darf es etwas strukturierter sein, während bei Google Ads die Länge und der Nutzen stärker zählen. Wenn du die Vorlage sauber auf den Kanal zuschneidest, wird der Output deutlich brauchbarer.
- Instagram: klarer Einstieg, kurze Vorteile, starker Call-to-Action.
- LinkedIn: strukturierter Aufbau, mehr Kontext, etwas längerer Text.
- Google Ads: Nutzen, Kürze und klare Botschaft im Vordergrund.
Beispiel: Instagram-Prompt und Ergebnis
Prompt:
Du bist Social-Media-Manager für eine Lasergravur-Werkstatt in Schramberg.
Erstelle einen Instagram-Post mit einer starken Hook, 3 Vorteilen von personalisierten Geschenken
und einem klaren Call-to-Action zum Shop.
Ton: persönlich, nahbar, maximal 150 Zeichen.Ergebnis:
Persönlich statt beliebig: Wir gravieren Geschenke, die wirklich ankommen.
3 Gründe für personalisierte Ideen: individuell, hochwertig, emotional.
Jetzt im Shop entdecken und dein Geschenk gestalten.Beispiel: LinkedIn-Prompt und Ergebnis
Prompt:
Du bist Copywriter für ein kleines Unternehmen im Schwarzwald.
Schreibe einen LinkedIn-Post über KI-Automatisierung für Selbstständige.
Länge: rund 400 Zeichen. Baue 2 konkrete Vorteile ein und schließe mit einer Frage für mehr Kommentare.Ergebnis:
KI-Automatisierung spart mir jeden Tag Zeit, vor allem bei wiederkehrenden Marketing-Aufgaben.
Wer Prozesse sauber aufsetzt, gewinnt nicht nur Tempo, sondern auch mehr Klarheit im Alltag.
Genau das hilft kleinen Unternehmen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Welche Aufgabe würdest du als Erstes automatisieren?Automatisierung & Analysen
Ich verbinde Prompts gern mit Tools wie n8n, wenn sich Aufgaben regelmäßig wiederholen. So lassen sich Marketing-Workflows automatisieren, ohne dass ich jedes Mal bei null anfange. Ein Beispiel sind Leads, die per E-Mail weiterbearbeitet werden, oder kleine Reports, die ich wöchentlich aufbereiten lasse. Auch Bilder lassen sich so in die richtigen Größen und Formate bringen, wenn der Prozess sauber aufgebaut ist. Auf meinem Blog nutze ich solche Abläufe vor allem dann, wenn ich mehr Struktur und weniger Handarbeit brauche.
Häufige Fehler
Ich habe anfangs selbst zu vage Prompts verwendet, und genau das führt oft zu schwachen Ergebnissen. Wenn der Kontext fehlt, wird die Antwort schnell generisch. Dann hilft es, den Prompt Schritt für Schritt zu verfeinern und den Kontext sauber aufzubauen. Eine klare Zielgruppe, ein sauberes Format und eine deutliche Rolle machen schon einen großen Unterschied. Viele vergessen auch, den Prompt iterativ zu verbessern, obwohl genau darin oft der eigentliche Hebel liegt. Wer einmal sauber nachschärft, bekommt meist sofort bessere Resultate.
- Zu allgemein formulierte Prompts.
- Fehlende Zielgruppenbeschreibung.
- Unklare Formatvorgaben.
Natürlich vs. JSON
Ich nutze natürliche Sprache für kreative Texte und JSON, wenn ich strukturierte Automatisierungen bauen will. Für beides gilt: Je klarer die Aufgabe, desto sauberer das Ergebnis. JSON eignet sich vor allem dann, wenn ein Workflow später maschinenlesbar weiterverarbeitet werden soll. In der Praxis heißt das: Ein Social-Post kann frei formuliert werden, ein Workflow für wiederkehrende Aufgaben besser in einer festen Struktur. So bleibt die Arbeit nachvollziehbar und leichter skalierbar.
Beispiel: Natürlicher Prompt
Prompt Beispiel:
Schreibe einen kurzen Social-Media-Post über KI im Marketing für kleine Unternehmen.
Fokus auf Zeitersparnis, klarer Ton, maximal 80 Wörter.Beispiel: JSON-Prompt
Prompt Beispiel:
{
"aufgabe": "Social-Post generieren",
"thema": "KI für kleine Firmen in Schramberg",
"zielgruppe": "Selbstständige 25-55",
"struktur": ["Hook", "3 Tipps", "CTA"],
"ton": "menschlich, direkt"
}Mini-Case: Vorher/Nachher
Ein Kunde aus dem Schwarzwald wollte eine Website für Gravur-Dienste. Vorher war der Prompt zu allgemein, deshalb kam nur ein generischer Text heraus. Danach habe ich den Prompt klarer aufgebaut, mit Rolle, Zielgruppe, Ziel und Format. Für si-lasergravur.de habe ich so eine deutlich bessere Struktur für den Launch vorbereitet. Das Ergebnis war eine Seitenstruktur, die passender und präziser wirkte. So ließ sich der USP sauber herausarbeiten und deutlich besser darstellen.

Gerade im Hero-Bereich wurde der Unterschied sichtbar: Die Botschaft ist klarer, der lokale Bezug verständlicher und die Handlungsaufforderung deutlich greifbarer. So wird aus einem allgemeinen Website-Text ein Auftritt, der konkreter auf Zielgruppe und Nutzen einzahlt.
Prompt-Vorlagen
Ich arbeite gern mit festen Vorlagen, die ich nur noch an die jeweilige Aufgabe anpasse. Das macht es einfacher, schnell gute Ergebnisse zu bekommen. Gerade für Selbstständige ist das praktisch, weil man nicht jedes Mal neu überlegen muss. Meine Vorlagen sind so gebaut, dass sie sich leicht auf verschiedene Kanäle übertragen lassen. Wer sie regelmäßig nutzt, baut sich schnell eine brauchbare eigene Prompt-Sammlung auf.
Tools
Für schnelle Marketing-Texte nutze ich gern ChatGPT oder Gemini. Wenn ich längere und strukturierte Inhalte brauche, ist Claude oft stark. Gemini passt gut, wenn ich mit Google-Workspace-Themen arbeite. Perplexity ist für Recherche und Quellen hilfreich, wenn ich Inhalte sauber absichern will. Je nach Aufgabe kann jedes der Tools seinen eigenen Platz haben.
- ChatGPT – Allrounder für Content
- Claude – strukturiertes Prompting
- Gemini – Google-Integration
- Perplexity – Recherche mit Quellen
Mehr zu Prompts findest auch im OpenAI Cookbook.
Schritt-für-Schritt
- Ziel definieren.
- Kontext geben.
- Format bestimmen.
- Prompt formulieren.
- Ergebnis testen und verfeinern.
Prompt-Sammlung als PDF
Alle Vorlagen lasse ich gern kompakt zusammenlaufen, damit man sie unterwegs griffbereit hat. Genau dafür eignet sich ein PDF gut. So kann man die wichtigsten Prompts später direkt übernehmen oder anpassen. Für Selbstständige ist das oft die angenehmste Form, wenn sie nicht erst lange suchen wollen. In dieser Sammlung hier ist das Wichtigste noch einmal auf den Punkt gebracht.

