Der Schlüssel zum Glück

Die Dankbarkeit ist laut Duden ein Gefühl, Ausdruck des Dankes; dankbare Empfindung, Gesinnung. Für mich ist Dankbarkeit der Schlüssel für ein erfüllteres Leben. Durch Dankbarkeit wird uns bewusst, wie viel wir doch haben und was wir bereits erreichen konnten.

Freut euch zu jeder Zeit! Hört niemals auf zu beten. Dankt Gott, ganz gleich, wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein.

1. Thessalonicher 5:16-18 HFA

Perspektive

Die Bibel lehrt uns, dass Dankbarkeit nichts mit den Umständen zu tun hat, sondern vielmehr mit der Perspektive. Hier ist ein kleines Beispiel, um die Perspektive zu verdeutlichen:

Ein Mann sieht einen Obdachlosen und denkt sich: „Gott sei Dank habe ich eine Wohnung, in die ich gehen kann.“ Der Obdachlose begegnet einer Frau im Rollstuhl und ist dankbar, dass er gehen kann. Die Frau im Rollstuhl weiß, wie sehr ihre Freundin unter Einsamkeit leidet und erkennt, wie dankbar sie für ihren eigenen Partner ist.

Wofür ich dankbar sein kann

Im Grunde kann ich für alles dankbar sein. Ich bin nackt auf diese Welt gekommen. Alles, was ich heute am Körper trage, ist also schon ein Gewinn. Ich bin für sehr vieles dankbar, Materielles und Nicht-Materielles. Doch diese dankbare Haltung musste ich erst lernen. Am Anfang war das schon etwas ungewohnt. Mit der Zeit wurde es aber immer leichter und ich fing an, Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen. Das ist leichter gesagt als gelebt. Immer noch gerate ich manchmal in die Falle der Gewohnheit und erkenne gar nicht, wie gut es mir geht und wie reich ich gesegnet bin.

Wie ich gelernt habe, dankbar zu sein

Das Gefühl der Dankbarkeit habe ich am Anfang oft mit dem Gefühl der Freude verwechselt: die Freude, wenn ich mir etwas gegönnt habe. Ich wollte ein bestimmtes Parfum haben. Voller Vorfreude ging ich in den Laden, um es mir zu kaufen. Ich freute mich darüber und war dankbar, dass ich es mir gönnen konnte. Doch am nächsten Tag stand es im Regal bei den anderen Düften. Die Freude war schneller verflogen als der Duft des Parfums auf meinem Shirt.

Mein erster Schritt

Dankbarkeit ist für mich aber ein viel tieferes Gefühl geworden, weil ich gelernt habe, Dinge bewusster wahrzunehmen. Die Bibel hat mich sensibilisiert und mir viele wichtige Denkanstöße gegeben.

Lasst uns dankbar zu ihm kommen und ihn mit fröhlichen Liedern besingen!

Psalm 95 2 HFA

Mein zweiter Schritt

Als ich eine Idee von Dankbarkeit bekommen hatte, begann ich mit einem Dankbarkeitstagebuch. Jeden Abend suchte und fand ich zehn Dinge aus meinem Tag, für die ich dankbar war. Anfangs waren es solche Themen wie: dass ich und meine Familie gesund sind, dass ich genug zu essen habe, dass ich ein Dach über dem Kopf habe. Also eher materielle Dinge. Mit der Zeit weitete sich mein Blick aber und ich begann, für Herausforderungen dankbar zu sein. Ich war sogar dankbar für Dinge, die manche eher als negativ empfinden. Denn ich bin der tiefen Überzeugung, dass Gott auch aus der schwersten Zeit etwas unglaublich Schönes hervorbringen kann. An Tagen, an denen es mir schwerfällt, etwas zu finden, oder an Tagen, an denen ich niedergeschlagen bin, nehme ich gerne mein Dankbarkeitstagebuch und lese nach, wofür ich schon gedankt habe. Das gibt mir neue Kraft und zeigt mir aufs Neue, wie wichtig es ist, die Perspektive richtig zu wählen.

Mein dritter Schritt

Ich begann, anderen Menschen Danke zu sagen, auch für Dinge, die man manchmal für selbstverständlich hält. Dieses Danke habe ich immer von Herzen gesagt und immer versucht, mich daran zu erinnern und ganz bewusst zu danken. Menschen, die mich noch nicht kennen, finden es manchmal komisch. Manche fühlen sich sogar auf den Arm genommen. Jeder, der mich etwas besser kennenlernt, merkt aber, dass ich es ehrlich meine.

Mein vierter Schritt

Ich nehme die Natur und die herrliche Schöpfung Gottes bewusst wahr. Immer wieder versuche ich mir vor Augen zu führen, wie vollkommen Gott doch alles geschaffen hat. Ich erfreue mich an der Schönheit der Natur und bewundere sie. Wenn im Winter die Schneeflocken fallen, mache ich mir bewusst, dass jede einzelne dieser Schneeflocken einzigartig ist. Keine ist wie die andere. Und im Frühjahr, wenn alles grünt, freue ich mich über die Baumkronen, die in den leuchtendsten Grüntönen erstrahlen.

Mein fünfter Schritt

Wenn Gott in der Natur alles so vollkommen gemacht und uns nach seinem Bilde erschaffen hat, sind wir doch alle perfekt. Jeder Mensch ist vollkommen in der Art und Weise, wie er gemacht ist. Diese Erkenntnis hat mich am meisten Zeit gekostet: zu begreifen, dass jeder Mensch perfekt ist – auf seine ganz eigene Art. Vielleicht ist er es nicht für mich, aber für einen anderen Menschen. Ich habe begonnen, Menschen nicht mehr zu verurteilen, sondern sie so zu akzeptieren, wie sie sind. 

Wie sich mein Leben verändert hat

Dankbarkeit hat mich zu einem besseren Ehemann gemacht. Denn ich habe gelernt, meine Frau mehr zu schätzen und ihr auch meine Wertschätzung für ihre Arbeit zu zeigen. Dinge, die ich früher als selbstverständlich wahrgenommen habe, sind mir plötzlich aufgefallen. Und ich konnte dafür danken. Die Beziehungen zu den Menschen in meiner Umgebung wurden tiefgründiger als zuvor. Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber anderen hat mir ermöglicht, meinen Fokus auf die guten Seiten der Menschen zu richten. Und viele von ihnen spiegeln mir dasselbe Verhalten zurück.

Heute freue ich mich viel mehr, gerade auch über die kleinen Dinge. Ich verspüre nicht mehr den Drang, Freude durch Konsum zu erlangen. Stattdessen kaufe ich rationaler ein. Aber dass hier kein Missverständnis entsteht: Ich gönne mir schon noch gerne mal etwas. Aber das mache ich viel bewusster. Und das Gefühl der Dankbarkeit dafür, dass ich es mir gönnen konnte, ist viel beständiger.

Ich werde auch nicht mehr so leicht aus der Bahn geworfen und bin ein viel ausgeglichenerer Mensch. Ich muss mich nicht mit anderen vergleichen und neidisch sein, weil jemand ein größeres Haus hat. Denn ich kann dankbar sein für den Wohnraum, den ich habe.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Sir Francis Bacon

Die rosarote Brille

Nicht alles ist rosig und nicht alles ist super. Als ich kurz vor Weihnachten eine Kündigung bekam, war das alles andere als toll. Ich habe an mir gezweifelt und mir Sorgen um meine Familie gemacht. Im Nachhinein kann ich aber auch dafür dankbar sein. Denn durch dieses Ereignis habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Dankbarkeit leben bedeutet für mich nicht, dass alles immer gut und schön ist. Für mich heißt Dankbarkeit, den Fokus auf die schönen Momente zu legen, um die Herausforderungen besser zu überstehen. 

Mein Fazit

Es fällt mir leichter, dankbar zu sein, weil ich einen wichtigen Leuchtturm in meinem Leben habe. Das ist Gott, das ist mein Glaube. Gott gibt mir immer das Gefühl, nicht alleine zu sein, ganz gleich, was vor mir liegt.

Meine Familie sehe ich als Geschenk Gottes. Dieses Geschenk weiß ich sehr zu schätzen. Und ich bin darüber sehr dankbar. Aus diesem Grund achte ich auch auf meine Familie ganz besonders.

Finde deinen Leuchtturm im Leben, der dir die Richtung vorgeben kann. Dann kannst du deinen persönlichen Weg gehen.