Millennials oder Generation Y

Definition 

Die Millennials wurden kurz vor der Jahrtausendwende geboren, etwa zwischen 1985 und 1995. Ihre Wertvorstellungen und Bedürfnisse sind so individuell wie die Menschen selbst. Aufgewachsen mit dem World Wide Web und mobiler Kommunikation, führt die Generation Y ein technik- und medienaffines Leben.

Das in der englischen Sprache wie „Why” ausgesprochene „Y” steht dabei fast charakteristisch für diese Zielgruppe. Sie hinterfragt gerne Beruf, Leben und Erfüllung. Sinn finden und Sinn stiften sind sehr ausgeprägte Gedankengänge dieser Generation. Individualität spielt für die Millennials eine große Rolle. Und deshalb ist es auch schwierig, klar zu definieren, was die Generation Y eigentlich ausmacht und was nicht.

Millennials-Marketing individuell gestalten

Wenn wir die gegenwärtige Marketinglandschaft als Ganzes betrachten, bemerken wir eine klare Diversifikation in der Zielgruppenansprache. Den wenigsten Unternehmen gelingt es, Millennials und ihre Vorgängergeneration gleichzeitig zu adressieren. Wird der Fokus auf die Millennials jedoch zu spät gesetzt, kann das fatale Folgen haben.

Millennials haben einen ganz anderen Anspruch an Marketing. Hier stehen Input und Interaktivität im Web im Vordergrund. Durch die starke Vernetzung sind Social-Media-Kanäle und Websites die medialen Orte, an denen sich Millennials äußerst gern aufhalten. Bevor sie einen Online-Shop ansteuern, beginnen sie erst einmal eine Recherche bei Google. Und an die schließt sich dann häufig auch noch ein Besuch des Instagram-Profils oder einer Facebook-Page an.

Das Medienverhalten der Millennials unterscheidet sich grundlegend von dem ihrer Eltern und Großeltern. Sie suchen gezielt nach Informationen, die sie für relevant halten und zapfen dabei „Pull-Medien“ an. Im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen wirken Push-Ansprachen auf die Generation Y eher kaufhemmend. Vielmehr bringen sie sie dazu, nach Alternativen Ausschau zu halten. 

4 Tipps im Umgang mit Millennials

Vertrauen ist der Schlüsselfaktor, der über den Erfolg deiner Marketingmaßnahmen entscheidet. Millennials wissen, was sie sich wünschen. Sie sind sehr anspruchsvoll und durchaus bereit, den geforderten Preis zu bezahlen, wenn sie das Gefühl haben, er ist gerechtfertigt. Grenze dich also klar von klassischen Werbemustern ab.

  1. Authentizität und Transparenz

Die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. bekommen immer mehr Gewichtung. Die zunehmende Nutzung und die gewonnene Transparenz sorgen dafür, dass keine Information über dein Unternehmen und deine Produkte verborgen bleibt. Agiere in deinem Marketing authentisch und halte die Kommunikation stets auf Augenhöhe. Meinungen und Erfahrungen anderer Kunden sind wichtige Verkaufsfaktoren für Millennials. Nutze daher das Feedback deiner Kunden, um deinen Service und deine Produkte zu optimieren. Gehe auf Kritik individuell ein und arbeite lösungsorientiert.

  1. Social-Media-Content

Das Omni-Channel-Marketing bietet dir die Möglichkeit, deine Social-Media-Kanäle gezielt an einem Marketingfokus auszurichten. Twitter eignet sich gut als News-Ticker für Produktinformationen. Instagram bietet dir die Möglichkeit, Bilder und Videos zu veröffentlichen, die dein Produkt in Aktion zeigen. Nutze YouTube für How-to-Videos. Baue ein kanalübergreifendes Storytelling auf. Und wenn sich eine solche Geschichte dann wie ein roter Faden durch die Kanäle zieht, generierst du einen hohen Wiedererkennungswert. Information schlägt Werbung, Emotion schlägt Werbung. 

  1. Community aufbauen und pflegen

Millennials wollen nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden. Nutze das, um deine Community aufzubauen. Mit einem kleinen Wettbewerb kannst du nicht nur die Community zur Interaktion anregen: „Sende uns ein Foto von dir beim Training. Markiere deinen Trainingspartner. Das beste Bild gewinnt ein neues Fitnessoutfit für den Einsender und seinen Trainingspartner!“ Mit einer solchen Aktion gewinnst du neue Interessenten und bekommst tolle Bilder. Wenn du die Community abstimmen lässt, welches das beste Bild ist, holst du die Menschen mit ins Boot. Gleichzeitig sorgst du für eine hohe Akzeptanz des Ergebnisses und für jede Menge Aufmerksamkeit.

  1. Fürsprecher und Markenbotschafter

Wandle die Customer Journey in eine Customer Experience. Finde heraus, wo deine Touchpoints sind und welche Erwartungen deine Kunden an dieser Stelle haben. Schaffst du es, diese jedes Mal sogar zu übertreffen, generierst du zufriedene Kunden und Fürsprecher. Wenn das gelieferte Produkt nicht nur rechtzeitig und einwandfrei beim Kunden eintrifft, sondern auch noch ein kleines, passendes Geschenk dabei ist, sorgt das mit Sicherheit für einen Wow-Effekt: Bestellt ein Kunde einen Grill, lege ihm beispielsweise eine Grillzange mit deinem Logo dazu. Der begeisterte Kunde wird zum Fürsprecher und zu deinem Markenbotschafter. 

Dank der starken Vernetzung der Generation Y gewinnst du parallel gleich neue Kunden. Durch die Anregungen und Kommentare der Kunden kannst du ihre Wünsche und Erwartungen genauer definieren. Dazu brauchst du jedoch auch ein entsprechendes Monitoring. Im Anschluss kannst du noch genauer segmentieren und dein Produkt richtig platzieren. 

Fazit

  • Sinnvoller Content-Aufbau
  • Vertrauen
  • Transparenz
  • Information vor Werbung
  • Kanalübergreifende Story
  • Kanalspezifisches Marketing (Was wird wo erwartet?) 

Schaffe dir Fürsprecher und Markenbotschafter und gehe auf deren Bedürfnisse und Wünsche ein, wenn es sinnvoll ist. Lasse deine Kunden aktiv werden und biete ihnen die Möglichkeit oder das Gefühl, an der Entwicklung beteiligt zu sein.

Kundenzufriedenheit ist eine Messgröße für Vertrauen und Transparenz deines Unternehmens.

Wenn du Hilfe bei der Umsetzung deiner Marketingstrategie brauchst oder diese komplett neu aufsetzen möchtest, kann ich dich gerne dabei unterstützen.